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Ohne Worte

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2012: Zum ersten Mal eine kalte Dusche. Zum ersten Mal kurze Hosen. Wie ich die Sonne geniesse und das kühle Nass. Die ersten Leute baden in der Aare. Ich freue mich schon auf mein "erstes Mal". Morgen ruf ich beim Fahrradhändler an, wann ich mein Fahrrad bringen kann. Ungefähr 10 Jahre hab ich es nicht mehr wirklich benutzt, und nun braucht es einen Frühlingscheck. Der Hinterreifen hat einen Platten, und den kann ich nicht selbst wechseln. Nur sollte ich mein Fahrrad vorher noch putzen, sonst wird es etwas peinlich.

Der Tag ist komisch. Ich sollte endlich mit sportlichen Aktivitäten beginnen. Meine Konzentration schwindet sonst noch ganz.
10.5.12 18:41


Es ist, als steht mir der Kopf sonst wo. In letzter Zeit fällt mir das des öfteren auf. Kleine Dinge, so einfach sie zu merken, entfallen mir und ich frage mich, ob ich überhaupt fähig bin. Mir passieren Missgeschicke, die ich einfach nicht verhindern kann. Und die meisten merke ich gar nicht. Nicht, solange mich niemand darauf aufmerksam macht. Und ich frage mich, ob mein Chef es aushält mit mir. Ich werde unzuverlässig, weil meine Gedanken einfach wo anders sind. Aber wo kann ich auch nicht sagen. Die Gedanken sind in Nebel gehüllt und wenn man sie anfasst ist es nur ein stumpfes Gefühl. Als liege eine Taubheit auf ihnen. Ich möchte sie gerne wegschieben, aber es geht nicht.
4.5.12 18:45


Eigentlich wollte ich ein neues Kapitel starten in meinem Blog. Und doch hat er nun wieder seine alte Funktion übernommen. Als wäre er dafür bestimmt. Er wird wieder meine Seelenlast tragen, damit mein Herz noch atmen kann.

Meinem dad gings nicht gut. Die letzten Tage, und abends vermehrt. Heute Abend habe ich ihm gesagt, er soll ins Krankenhaus, weil er so ein Druck auf dem Herzen hatte mit stechenden Schmerzen. Ich habe mir den ganzen Abend solche Sorgen gemacht. Und eben rief mich meine Mam an, es geht im gut, und er kann noch diese Nacht nach hause. Die Herzenzyme werden noch ein zweites Mal getestet, und wenn sie negativ sind kann sie ihn abholen. Ich bin so froh. Ich weiss gar nicht, wie ich es schreiben soll. Eben erst starb meine Omi, am Montag wird die Omi von meinem Freund beerdigt, und dann das mit meinem Dad. Es sind grad so viele Emotionen da, die ich gar nicht zu verarbeiten weiss. Sie prallen wie Hagelkörner auf mich ein, aber der Regenschirm, der mich früher davor schütze ist weg. Jetzt muss ich lernen, damit umzugehen. Und es ist so schwer. Ich bin erleichtert, möchte aber am liebsten weinen. Meine Augen sind glasig, und doch halte ich sie zurück. Ich dummes Kind. Warum lass ich es nicht zu?!
25.4.12 23:00


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